Ein Bericht von unserem langjährigen SeniorNet-Freund Dr. Roman Fischer aus Wangen-Allgäu, der bei den Feierlichkeiten am 21. und 22. Februar 2001 in Rom dabei sein durfte

Die ganz besondere Reise:
Rom und der Vatikan
 

Tausende von Rompilgern waren am 21. Februar 2001 auf dem Petersplatz unter strahlend blauem Himmel zusammengeströmt, um an einem einmaligen kirchlichen Großereignis teilzunehmen:  Der Kreation von 44 neuen kirchlichen Würdenträgern, ihrer Erhebung in den Kardinalsstand.

Es ist leicht erklärbar, dass sich unter den Romreisenden neben viel Prominenz aus Kirche, Gesellschaft und Politik auffallend viele Schwaben und sogar Oberschwaben, Busreisende aus Wangen im Allgäu und aus Rottenburg, befanden. Das gab es ja auch noch nie: 


Überreichung des Kardinalsringes
 

Einen Kardinal aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der zudem ein Wangener Bürgersohn ist. Walter Kasper, von 1989 bis 1999 Diözensanbischof von Rottenburg-Stuttgart, Sekretär und inzwischen Präsident des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen, ist einer unter den Neuernannten aus verschiedenen Ländern und Kontinenten, die am 21.Feburar als Zeichen der Kardinalswürde das rote Birett und am 22.Februar den Kardinalsring aus der Hand des Papstes empfingen.

Mag mancher bei der Hinreise noch leichte Skepsis in sich gespürt haben, ob ein solches öffentliches Konsistorium mit farbenprächtiger Inszenierung und nicht ohne feierlichen Prunk der Kirche von heute noch entspricht, so hat jeden, der dabei sein konnte, das Erlebnis vor Ort schließlich völlig gefangen genommen und innerlich tief bewegt. Es waren nicht nur die vor der großartigen Kulisse des Petersdoms gefeierte festliche Liturgie, die Gratulationsbesuche im Vatikanischen Palast und die formellen Empfänge, die zu einem unvergesslichen Erlebnis wurden, sondern auch die direkten Begegnungen: Einmal einem Kardinal, der sich jedem zuwandte, die Hand zu schütteln, zusammenzutreffen mit Exzellenzen und Eminenzen, mit dem amtierenden Bischof Gebhard Fürst, mit dem evangelischen Landesbischof Eberhard Renz, mit Domkapitularen, Oberbürgermeistern, Königlichen Hoheiten, mit Verwandten, Freunden und vielen Menschen, die das festliche Ereignis neu zusammenführte, - das bleibt unvergesslich. 

Rom, die Kurie, ist Wohn- und Arbeitsplatz des neuen Kardinals. Wangen im Allgäu ist und bleibt seine Heimat. Dabei ist nicht zu vergessen, dass gleich zwei Wangener ihren ständigen Sitz in Rom haben. Im unlängst durchgeführten Generalkapitel der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing, die ihr Generalat in Rom haben, wurde Schwester Chantal Gerster, O.S.B., aus Wangen im Allgäu zur Generalrätin gewählt. Sie wird künftig auch vom römischen Zentrum aus agieren, dabei vor allem die Afrika-Missionsstationen und Priorate betreuen.

Man darf stolz und sicher sein: 
Zwei Schwaben in Rom – es könnte sich etwas bewegen.

 

Mit Sekretär Lahl auf dem Weg, zur Entgegennahme des Biretts, 
dem Symbol der Kardinalswürde

"Schwäbische Runde": Kardinal Kasper mit Ministerpräsident Teufel 
und den Bischöfen Renz und Fürst. Ganz links OB Schuster Stuttgart

Der Kardinal in seiner römischen Wohnung vor dem Bild seiner Heimatstadt
mit OB Leist Wangen und Bischof Fürst Rottenburg

Der evangelische Landesbischof Renz gratuliert 
unter dem Beifall von Diözesanbischof Fürst
 

Kardinal Kasper begrüßt Bürger
aus seiner Heimatgemeinde
Wangen im Allgäu

"Visite di Cortesia" 
im apostolischen Palast
 

Kardinal Kasper mit Schwester Chantal Gerster, O.S.B., aus Wangen im Allgäu, die unlängst vom Generalkapitel der Missions-Benediktinerinnen zur Generalrätin gewählt wurde

 

Kardinal Kasper mit der Delegation aus seiner Heimatgemeinde
Wangen im Allgäu, nach dem feierlichen Abschlußgottesdienst in "Trastevere"

Copyright by Dr. Roman Fischer von Wangen im Allgäu
am Sonntag, den 25. März 2001, geändert am 25.08.03 17:53
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