Unsere Praxisklassen
Seit dem Schuljahr 2004/2005 sind die einzigen
Praxisklassen in Kempten (P8/P9) an unserer Schule zu
finden.
Die Praxisklasse verfolgt das Ziel denjenigen Schülern den
Übergang von der Schule ins Arbeitsleben zu erleichtern,
die spezifische Lern- und Leistungsrückstände haben, im
achten oder neunten Schulbesuchsjahr stehen und keine
Aussicht haben, in der Regelklasse einen erfolgreichen
Hauptschulabschluss zu erreichen. um ihnen im Anschluss an
die Schullaufbahn eine geeignete berufliche Perspektive
aufzuzeigen. Durch den hohen Praxisanteil soll den Schülern
eine berufliche Orientierung und das
„Hineinwachsen“ ins Berufsleben ermöglicht
werden.
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dieser Seite in höherer Auflösung als PDF zum
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Die Praxisklassen in Kempten sind ein Projekt, das aus dem
Hintergrund entstanden ist, die Schülerinnen und Schüler
aufzufangen, die ohne berufliche Perspektive die Schule
nach der 7. oder 8. Klasse verlassen würden. Was aber tut
ein Jugendlicher, der keine Arbeit hat? Wie füllt er seine
Zeit? Lotte Ingrisch meint: „Leere Zeit wird zur
Depression, und leere Zeit wird zur Aggression“.
(Ingrisch, Lotte: Schmetterlingsschule. Ein Lesebuch für
Eltern, Lehrer und Schüler. Österreichische
Staatsdruckerei, 19902, S. 7)
Diesem entgegenzuwirken ist das primäre Ziel der
Praxisklassen. Den Jugendlichen ein Selbstbewusstsein zu
vermitteln, ihnen helfen, Selbstvertrauen zu finden und
positive Erfahrungen in unserer Leistungsgesellschaft zu
ermöglichen, stellen die eigentlichen Herausforderungen an
das Praxisklassenteam dar. Am Ende der beiden Schuljahre
wird vielen Schülerinnen und Schülern der Einstieg in das
Berufsleben möglich sein, wie die Erfahrungen der letzten 5
Jahre zeigen.
Methodik
Das pädagogische Konzept und die Notwendigkeit, das Kind
dort abzuholen, wo es steht, sind die Grundlagen des
Gelingens erfolgreicher Praxisklassenjahre. Die Methode der
Praxisklasse ist geprägt durch handlungs- und
projektorientierten Unterricht, Freiarbeit,
Wochenplanarbeit, Exkursionen, Einbeziehung von
Meistern/innen, Spielen, sowie dem klassischen
Frontalunterricht. Eine Mischung aus konservativer und
reformierter Pädagogik stellt die jeweilige
Unterrichtsmethode der Lehrerin und des Lehrers dar.
Sozialpädagogische Betreuung
Der Erfolg und die Erfahrungen der letzten Jahre haben
gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit zwischen
Lehrern/innen und Sozialpädagogen/innen bei der Betreuung
der Praxisklasse vor allem für die Schüler/innen ein großer
Gewinn ist.
Während von Seiten der Schule vor allem die Aneignung
grundlegender Bildungsinhalte im Vordergrund steht,
verfolgt die sozialpädagogische Betreuung das Ziel, die
Lernbereitschaft und Motivation der Jugendlichen zu fördern
und zu unterstützen. Schwerpunkt ist die individuelle und
persönliche Förderung der Schüler und Schülerinnen, wobei
auch das soziale Umfeld berücksichtigt wird. Der
Sozialpädagoge/die Sozialpädagogin fungiert hier als
Ansprechpartner/in und Bezugsperson der Jugendlichen
außerhalb des Leistungsbereiches.
Durch aktive Teilnahme am Unterricht und Beobachtung der
Schülerinnen und Schüler kann der/die Pädagoge/in gezielt
auf spezifische Problemfälle eingehen oder präventiv
handeln. Die sozialpädagogische Arbeit setzt bei den
Stärken jedes Einzelnen und jeder Einzelnen an. Sie soll
ihn/sie unterstützen unerwünschtes Verhalten abzubauen und
eigene Lösungsmöglichkeiten und Handlungsalternativen zu
erarbeiten.
Darüber hinaus soll die sozialpädagogische Betreuung die
Jugendlichen auf dem Weg der Identitätsfindung und dem
Zurechtfinden in der Arbeits- und Erwachsenenwelt begleiten
und unterstützen. Dafür werden individuelle Hilfen zur
Integration in Gesellschaft und Beruf gegeben.
Teilnehmerprofil
• Praxisklasse 9:
letztes Schulbesuchsjahr (9. Vollzeitpflichtschuljahr)
Beitritt auch nach der 6. Klasse möglich
• Praxisklasse 8:
8. Vollzeitpflichtschuljahr
Beitritt auch nach der 5. Klasse möglich
• freiwilliger Besuch der Praxisklasse
• Zustimmung der Eltern/Erziehungsberechtigten und der
Schülerin/des Schülers
• deutlicher Wille und Interesse des Elternhauses und
der Schülerin/des Schülers schulische Leistungen zu
verbessern
• Ziel: positiver Pflichtschulabschluss
• Reine Schulverweigerer ohne positive Ansätze und
ohne Bereitschaft zur Veränderung werden nicht aufgenommen
bzw. werden wieder aus der Praxisklasse verwiesen.
Aufnahmeverfahren
• Termin: ab dem Halbjahreszeugnis
• schriftliche Anmeldung in Form eines Antrages an die
Robert-Schuman-Schule
• benötigte Unterlagen: Zeugnis, Schülerdaten und
Kurzinformation der Lehrkraft, wenn möglich
• Sozialpädagogischer Trainingstag
• Vorstellungsgespräch mit den betroffenen Eltern,
Erziehungsberechtigten, dem Schüler/der Schülerin
• Gespräche mit den betroffenen Klassenleitern/innen,
den Beratungs-lehrern/innen, den Sozialpädagogen/innen
• Informations- und Elternveranstaltungen
Downloads:
Konzept und Dokumentation der
Praxisklassen -
Gliederung
Konzept und Dokumentation der
Praxisklassen - Text
Download P-Flyer Vorderseite
Download P-Flyer Rückseite
Unser Praxisklassenteam (Statt Frau Baumüller
leitet dieses Schuljahr Herr Haderlein die P8)