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Die Geschichte begann mit einer keltischen Siedlung, die der griechische
Historiker und Geograph Strabon, bereits als Kambódon in seiner Geographika als Stadt der keltischen Estionen erwähnte.
Der Name wurde als Cambodunum von den Römern übernommen als diese unter Kaiser Tiberius (14-37 n.Chr.) auf dem heutigen Lindenberg eine Siedlung anlegten.
Den Nachweis, daß Kempten die älteste Stadt Deutschlands sei, bleibt unbewiesen, bis die Archäologen dies durch Funde untermauern können.
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Etwa gegen 100 n.Chr. erlebte Cambodunum seine erste Blütezeit und stand mit seinen schätzungsweisen 3.000 Einwohnern als Oberzentrum zunächst wohl höher im Rang als Augusta Vindelicum – das spätere Augsburg.
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Mit den Alemannen-Einfällen der Jahre 259/60 war auch das Ende der Römerstadt gekommen im Bereich der heutigen Burghalde entstand ein Militärstützpunkt und eine kleine römische Siedlung.
Unverändert blieb der Name Cambodunum.
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Die völkerwanderungszeitliche Besiedlung Kemptens ist durch Gräber aus der Merowinger Zeit nachgewiesen.(Vorarlberger Gräber)
Mitte des 8. Jh. entstand aus einer St. Gallener Misssionsniederlassung ein Kloster das von den Karolingern (vor allem der Kaiserin Hildegard von Schwaben) üppig mit Gütern ausgestattet wurde.
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Zu Beginn des 10. Jh. wurde das Kloster nach den Magyarenüberfällen stark in Mitleidenschaft gezogen und auf dem Gelände des heutigen Stifts erfolgte ein Neuaufbau.
1289 erhielte Kempten durch ein Privileg Rudolfs von Habsburg den Charakter einer Reichsstadt.
Kaiser Karl IV, bestätigte 1360 den Abt als Reichsfürsten und 1361 die Bürgerstadt erhielte endgültig den Status der freien Reichsstadt.
1379 Kauf der Burghalde (Sitz des Klostervogts) durch die Stadt.
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Erste bescheidene Anfänge einer Industrialisierung begannen bereits im Jahre 1477 mit dem Bau von Papiermühlen.
1488 bekam die Stadt ein Wappen verliehen, das das Bild des Reichsadlers trug.
1527 schloß sich diese der Reformation an und vertiefte dadurch die Kluft zum Stift, die bis zum Anschluß an Bayern(1803) bestehen blieb.
Der Dualismus zwischen der freien Reichsstadt und der Stiftsstadt führte während des 30-jährigen Krieges zu schrecklichen Exzessen unter den rivalisierenden Parteien.
Im guten lebten sie früher kaum miteinander, die beiden Kempten.
So halfen die Reichsstadtbürger freudig mit als die Schweden im dreißigjährigen Krieg die Stiftsstadt zerstörten.
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Ein Jahr später, 1633 konnten dafür die "Stiftischen" zuschauen, wie das Heer der Kaiserlich-katholischen Partei die Bürgerstadt heimsuchte.
1651/52 Baubeginn von Residenz und Lorenzbasilika, erster großer Kirchenbau Süddeutschlands nach dem 30-jährigen Krieg.
1712 erhielte die Stiftsstadt ein eigenes Stadtrecht, womit die Existenz zweier Städte mit dem Namen Kempten besiegelt war.
1737 das Stift legt als erster deutscher Staat Grund- und Hypothekenbücher an.
1775 letzter Hexenprozess in Deutschland.
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Das Aus für das Reichsstift Kempten kam dann 1803 mit der Säkularisation.
Als beide Kempten an Bayern kamen, war man sich so wenig grün, daß erst ein königlich-bayrisches Machtwort aus den beiden Städten endlich eine einzige machte.
1811 wurde Stadt und Stift zu einer gemeinsamen Verwaltungseinheit zusammengeschlossen. Die endgültige Vereinigung zu einer Stadt erfolgte dann 1811.
Die Rivalitäten der Bevölkerung zwischen den beiden Stadtgebilden war damit nicht aus dem Wege geschaffen und blieb noch lange erhalten.
Auch das äußere Erscheinungsbild der Stifts- und der Bürgerstadt haben noch heute ein völlig unterschiedliches Erscheinungsbild.
Der Industrialisierungszeit ab 1850 wird eine eigene Seite gewidmet.
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